Was ist eine dilatative Kardiomyopathie?

Die dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist eine primäre Herzmuskelerkrankung, die durch eine Dilatation der Herzkammern (besonders des linken Ventrikels) und eine eingeschränkte systolische Funktion (Pumpleistung) charakterisiert ist. Das Herz wird groß und schwach, was zu kongestiver Herzinsuffizienz und/oder lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen führt.

Am stärksten betroffene Rassen

Die verborgene Phase: die größte Gefahr

Die DCM hat eine lange okkulte Phase (Jahre), in der das Herz bereits verändert ist, der Hund aber keine Symptome zeigt. Beim Dobermann sterben 30–40 % der Hunde in der verborgenen Phase plötzlich, bevor sich klinische Zeichen entwickeln. Deshalb ist das jährliche Holter + Echokardiogramm-Screening bei prädisponierten Rassen so wichtig.

Symptome

Diagnose

Behandlung

Okkulte Phase

Die PROTECT-Studie (2012) belegte, dass Pimobendan in der verborgenen Phase (mit echokardiographischer Dilatation) den Beginn der Herzinsuffizienz beim Dobermann um ~9 Monate verzögert. Es ist jetzt Standardbehandlung in der okkulten Phase mit Herzdilatation.

Klinische Phase (Herzinsuffizienz)

Screening bei prädisponierten Rassen

Tierkardiologische Fachgesellschaften empfehlen für den Dobermann ab dem 3.–4. Lebensjahr ein jährliches Holter + Echokardiogramm, um die Erkrankung in der verborgenen Phase zu erkennen, wenn die Behandlung am wirksamsten ist. Ähnliche Programme existieren für Boxer und Deutsche Dogge.