Was ist Trichuris vulpis?
Trichuris vulpis, der Peitschenwurm, ist ein Nematode, der im Dickdarm und Blinddarm des Hundes lebt. Der Name leitet sich von seiner charakteristischen Form ab: dünnes Vorderende (wie ein Peitschengriff) und dickeres Hinterende.
Ansteckung
Hunde infizieren sich durch die Aufnahme infektiöser Eier aus kontaminiertem Boden. Trichuris-Eier sind extrem widerstandsfähig und können jahrelang in der Umwelt überleben. Parks, Gärten und häufig von Hunden genutzte Ruhebereiche sind Risikozonen.
Symptome
- Chronischer oder intermittierender Durchfall: häufig mit Schleim und/oder Blut im Kot.
- Gewichtsverlust und schlechter Körperzustand.
- Anämie (bei starkem Befall).
- Leichter Befall kann asymptomatisch sein.
- In schweren Fällen: Elektrolytstörungen (Hyponatriämie, Hyperkaliämie) ähnlich einem Addison-Syndrom.
Diagnose
- Kotuntersuchung (Flotation): Methode der Wahl. Die tonnenförmigen Eier mit Polkappen sind charakteristisch. Mehrere Proben können erforderlich sein, da die Ausscheidung intermittierend erfolgt.
- Blutbild: zum Nachweis von Anämie und Elektrolytstörungen.
Behandlung
- Fenbendazol: 50 mg/kg/Tag über 3 aufeinanderfolgende Tage. Wiederholung nach 3 Wochen und 3 Monaten, um den Larvenentwicklungszyklus abzudecken.
- Milbemycinoxim: wirksam; in vielen Breitspektrum-Antiparasitika enthalten.
Vorbeugung
- Regelmäßige Entwurmung mit einem Breitspektrum-Mittel gegen Darmwürmer.
- Kot des Hundes sofort aufsammeln.
- Vermeiden, dass der Hund in kontaminierten Bereichen Erde frisst.
