Staupe beim Hund: Alles, was Du wissen musst

Staupe (Canine Distemper) ist eine der ältesten bekannten Hundekrankheiten — und trotz Impfstoff noch immer eine der gefährlichsten. Das Virus befällt das Atmungs- und Verdauungssystem, bevor es das Nervensystem angreift. Überlebende tragen oft lebenslange neurologische Schäden davon.

Wie verbreitet sich Staupe?

Das Paramyxovirus wird über Atemluft (Tröpfcheninfektion), Körpersekrete und Urin übertragen. Es befällt auch Wildtiere: Füchse, Wölfe, Marder, Waschbären — regionale Ausbrüche in Wildpopulationen bedeuten erhöhtes Risiko für Haushunde.

Symptome in drei Phasen

  1. Respiratorische Phase: Fieber, Nasen- und Augenausfluss, Husten, Appetitlosigkeit
  2. Gastrointestinale Phase: Erbrechen, Durchfall, Dehydration
  3. Neurologische Phase (nicht immer): Muskelzuckungen, Krampfanfälle, Ataxie, „Kauautomatismus", Teillähmungen, Charakterveränderungen

Typisch: Verhärtung der Fußballen und Nasenrücken (sog. „Hard Pad Disease") — ein klassisches Staupe-Zeichen.

Diagnose

PCR-Test aus Nasen-/Augenabstrich oder Urin. Manchmal zeigt die Bindehaut direkte Einschlusskörperchen — ein histologisches Zeichen. Neurologische Staupe kann schwer von anderen Encephalitiden zu unterscheiden sein.

Behandlung

Es gibt keine spezifische antivirale Therapie. Die Behandlung ist supportiv:

Die Prognose hängt stark vom Ausmaß der neurologischen Beteiligung ab. Leichte Fälle können sich vollständig erholen; schwere neurologische Formen haben eine ungünstige Prognose.

Impfung

Staupe ist eine Kernimpfung — gehört in jeden Impfschutz. Das Kombinationsimpfstoff SHPPi (Staupe, Hepatitis, Parvo, Parainfluenza) ist hoch wirksam. Schema: 8, 12 und 16 Wochen, Auffrischung mit 1 Jahr, danach je nach Impfstoff alle 1-3 Jahre.

Halte den Impfstatus Deines Hundes in Purzi aktuell — mitsamt nächstem Fälligkeitsdatum. Staupe ist zu ernst, um die Auffrischung zu vergessen.