Welpen in der Wohnung: Vorbereitung, Checkliste und erster Tag

Bevor Dein Welpe einzieht, gibt es einiges zu erledigen — nicht viel, aber die richtigen Dinge zum richtigen Zeitpunkt. Eine gut vorbereitete Wohnung reduziert den Stress für den Hund und für Dich am ersten Tag.

Sicherheit: Was Du entfernen oder sichern musst

Giftpflanzen

Viele beliebte Zimmerpflanzen sind für Hunde giftig: Philodendron, Efeutute (Pothos), Dracaena, Friedenslilie, Aloe vera, Efeu. Stelle sie unerreichbar hoch oder ersetze sie durch hundesichere Alternativen.

Kabel und Steckdosen

Welpen nagen an Kabeln — Elektrizität und Kunststoffteile sind beide gefährlich. Verwende Kabelkanäle, schiebe Kabel unter Teppiche oder nutze Schutzschläuche. Steckdosensicherungen sind hilfreich.

Reinigungsmittel und Medikamente

Unterschränke in Küche und Bad sind auf Welpenhöhe. Welpen können Türen ohne Kindersicherung öffnen. Sichere alles mit Inhalt, der gefährlich ist: Reiniger, Medikamente (Ibuprofen ist extrem gefährlich für Hunde), Nahrungsergänzungsmittel.

Kleine Objekte

Alles, was in einen Welpenmund passt, ist ein Erstickungsrisiko oder kann einen Darmverschluss verursachen: Kugelschreiberkappen, Knöpfe, Socken, Gummibänder, Knopfbatterien, Münzen. Eine verschluckte Knopfbatterie ist ein Notfall.

Mülleimer

Mülleimer mit Deckel oder im Schrank sichern. Viele lebensmittelbedingte Vergiftungen bei Hunden kommen aus dem Mülleimer: gekochte Knochen, Trauben/Rosinen, Avocado, Xylit (in zuckerfreien Produkten), Schokolade.

Treppen und Balkone

Kleine Welpen können Treppenstufen hinunterfallen oder zwischen Balkongeländern durchfallen. Ein Treppengitter oder ein Netz als vorübergehende Absicherung ist empfehlenswert.

Was Du vor der Ankunft kaufen solltest

Das Wichtigste

Sehr nützlich

Der Rückzugsort: Schlüssel zur Eingewöhnung

Der Welpe braucht einen eigenen Bereich, den er als sicher erlebt. Nicht groß — ruhig, zugfrei, ohne Sichtlinie zur Haustür. Ein Platz im Schlafzimmer reduziert den Stress, weil er den Geruch der Familie riecht. Viele Tierärzte empfehlen, den Welpen in der ersten Woche im Zimmer des Halters schlafen zu lassen.

Für die erste Nacht: ein kleines Tuch oder Spielzeug aus der alten Umgebung mit Muttergeruch kann helfen. Manche Züchter geben es beim Abholen mit.

Die erste Nacht

Wahrscheinlich wird der Welpe weinen. Das ist normal — er hat Mutter und Geschwister verloren, alles riecht fremd. Was hilft:

Profil in Purzi anlegen

Der erste Tag ist der ideale Zeitpunkt, um das Profil Deines Welpen in Purzi vollständig anzulegen: Rasse, Geburtsdatum, Gewicht, Chipnummer, Fotos. Wenn der erste Tierarztbesuch kommt, hast Du alles sofort griffbereit — und der Gesundheitsbereich hilft Dir, Impftermine und Entwurmungen zu verwalten, ohne den Impfausweis suchen zu müssen.

Häufige Fragen

Kann ich den Welpen sofort mit der Katze zusammenlassen?
Nein. Katze und Welpe brauchen eine schrittweise Einführung: erst Gerüche austauschen (Tücher), dann Sichtkontakt durch Tür, dann kurze beaufsichtigte Begegnungen. Die Katze braucht Fluchtzonen, die der Welpe nicht erreicht.
Wann darf der Welpe das erste Mal alleine bleiben?
Die erste Woche überhaupt nicht alleine. Dann schrittweise: 5 Minuten, 15 Minuten, 30 Minuten. Niemals direkt auf mehrere Stunden.
Was soll ich tun wenn der Welpe zerstörerisch ist?
Normal in der Welpenzeit — er braucht Kaumöglichkeiten. Sichere die Wohnung, gib genug Kauartikel und beaufsichtige so viel wie möglich. "Nein" sagen und umlenken auf erlaubte Gegenstände.