Bandscheibenvorfall beim Hund (IVDD): Was jetzt zu tun ist

Ein Bandscheibenvorfall (Intervertebral Disc Disease, IVDD) ist bei Hunden häufiger als bei Menschen — und kann sich innerhalb von Stunden von einem steifen Rücken zur Querschnittslähmung entwickeln. Schnelles Handeln entscheidet oft darüber, ob ein Hund wieder laufen wird.

Was ist IVDD?

Zwischen den Wirbelkörpern sitzen Bandscheiben, die als Puffer dienen. Bei IVDD tritt der Gallertkern der Bandscheibe aus und drückt auf das Rückenmark. Je nach Lage des Drucks entstehen unterschiedliche neurologische Ausfälle — vom steifen Gang bis zur vollständigen Lähmung.

Zwei Typen

Schweregrade und Symptome

  1. Grad 1: Rückenschmerzen, keine neurologischen Ausfälle (Verspannung, Bewegungsunlust)
  2. Grad 2: Schwäche, Ataxie, Hund läuft noch, aber wackelig
  3. Grad 3: Paraplegie — Hund kann nicht stehen, kann aber noch Schmerz empfinden
  4. Grad 4: Paraplegie ohne Schmerzempfinden
  5. Grad 5: Paraplegie + kein tiefer Schmerzreiz mehr — schlechteste Prognose

Diagnose

MRT ist der Goldstandard — zeigt Ort, Ausdehnung und Schweregrad des Drucks. CT und Myelographie sind Alternativen. Röntgen allein ist nicht ausreichend (zeigt nur kalzifizierte Scheiben, nicht den Rückenmarksdruck).

Behandlung

Prognose

Notiere alle Episoden, Grad, Datum und Verlauf in Purzi. Bei Dackel-Besitzern, die öfter mit IVDD konfrontiert sind, entsteht so ein wertvolles Muster für Prognose und Prävention.