Hund springt Menschen an: so gewöhnst Du ihm das ab
Ein Welpe, der hochspringt, ist goldig. Derselbe Hund mit 35 kg wirft Kinder um und zerkratzt Jacken. Das Problem entstehe früh – es lässt sich früh lösen. Hier ist die Methode, die wirklich funktioniert.
Warum Hunde anspringen
Hunde springen zur Begrüßung und um Aufmerksamkeit zu bekommen. Als Welpe hat Anspringen fast immer funktioniert – jemand hat ihn hochgehoben, gestreichelt oder laut reagiert. Das Verhalten wurde belohnt und ist jetzt fest eintrainiert.
Warum die üblichen Reaktionen nicht helfen
- Wegdrücken oder Knieen: Körperkontakt = Aufmerksamkeit. Der Hund kann das als Spiel interpretieren.
- „Nein!" oder „Runter!" rufen: Vokale Aufmerksamkeit – belohnt das Verhalten, auch wenn es Schimpfen ist.
- Streicheln, damit er aufhört: Direkte Verstärkung des Springens.
Die richtige Methode
Schritt 1 — Vollständige Aufmerksamkeitsentzug
Sobald der Hund springt: wegdrehen, Arme verschränken, kein Augenkontakt, kein Wort. Erst wenn alle vier Pfoten auf dem Boden sind, wieder zuwenden.
Schritt 2 — Vier Pfoten belohnen
Sobald alle vier Pfoten am Boden sind: sofort freundlich begrüßen, streicheln, Lob. Die Botschaft wird klar: Pfoten am Boden = Aufmerksamkeit; Anspringen = ich drehe mich weg.
Schritt 3 — Alternativverhalten eintrainen
Der Hund braucht eine Alternative. „Sitz" zur Begrüßung ist am häufigsten – wer sitzt, kann nicht gleichzeitig springen. Hund sitzt zur Begrüßung → bekommt volle Aufmerksamkeit.
Schritt 4 — Ausnahmslose Konsequenz
Der Plan scheitert, wenn eine Person im Haushalt anders reagiert oder wenn jemand auf der Straße das Springen erlaubt. Verhalten, das manchmal belohnt wird, bleibt erhalten.
Besuch vorbereiten
Besucher vorab informieren. Falls Besuch nicht mitmacht: Leine anlassen, um das Springen zu verhindern. Alternativ: dem Hund beim Ankommen etwas zu kauen geben oder ihn kurz in seinen Platz schicken.
Zeitrahmen
Bei konsequenter Anwendung durch alle Bezugspersonen zeigen die meisten Hunde deutliche Verbesserung in 2–4 Wochen.
