Wie verbreitet ist Übergewicht bei Hunden?

Studien aus Deutschland und Österreich schätzen, dass 40–60 % aller Hunde übergewichtig oder adipös sind. Das ist die häufigste ernährungsbedingte Erkrankung beim Hund — und eine der am leichtesten vermeidbaren. Das Problem: viele Besitzer nehmen Übergewicht nicht als Krankheit wahr, weil die Gesellschaft es normalisiert hat.

Gesundheitsrisiken von Übergewicht

Wie erkenne ich, ob mein Hund zu dick ist?

Das Körpergewicht in kg allein sagt wenig — entscheidend ist der Body Condition Score (BCS) auf einer Skala von 1 (abgemagert) bis 9 (stark adipös). Optimal: BCS 4–5. Beim BCS 5:

Wenn Du die Rippen Deines Hundes unter einer Fettschicht kaum noch fühlen kannst — BCS ≥7 — ist Übergewicht bestätigt.

Warum Hunde zunehmen

Abnehmprogramm — wie es wirklich funktioniert

Schritt 1: Zielgewicht festlegen

Mit dem Tierarzt das Idealgewicht bestimmen (anhand BCS und Rasse). Diätphase bis zum Idealgewicht dauert typischerweise 3–6 Monate — nicht hetzen (max. 1–2 % Körpergewicht pro Woche verlieren).

Schritt 2: Kalorien reduzieren

Schritt 3: Mehr Bewegung

Schritt 4: Regelmäßig wiegen

Wöchentlich wiegen und aufzeichnen. Gute Tierarztpraxen bieten kostenlose Gewichtskontrollen an. Mit Purzi kannst Du Gewicht, Futtermenge und Aktivität tracken und Trends sehen.

Cuándo der Tierarzt gefragt ist

Wenn Dein Hund trotz Diät nicht abnimmt (nach 4–6 Wochen), sollte eine Schilddrüsen- und Kortisolkontrolle erfolgen. Hypothyreose und Cushing-Syndrom können das Abnehmen unmöglich machen, solange sie unbehandelt sind.