Warum sind Mammatumoren so häufig?
Mammatumoren sind die häufigsten Tumoren bei unkastrierten Hündinnen. Chronische hormonelle Stimulation durch Östrogen und Progesteron (bei jedem Östrus) ist der Hauptrisikofaktor. Hündinnen sind 3× häufiger betroffen als Frauen.
Früherkennung: die Selbstpalpation
5 Milchdrüsenpaare (kranial-thorakal bis inguinal). Am häufigsten betroffen: 4. und 5. Drüse (stärkste hormonelle Aktivität). Monatlich abtasten: Knoten, Verhärtungen, Zitzensekretion, Ulzeration, Fixierung.
Typen und Prognose
- Adenom/Fibroadenom: gutartig, exzellente Prognose.
- Tubuläres/papilläres Karzinom: maligne, niedriges Metastasierungspotenzial, gute Prognose bei sauberer Resektion.
- Inflammatorisches Karzinom: aggressivster Typ, sehr schlechte Prognose.
Behandlung
- Chirurgie: Behandlung der Wahl (Exzision bis bilaterale Mastektomie).
- Chemotherapie: bei hochgradigem Karzinom oder Metastasen.
- Gleichzeitige Kastration: reduziert Rezidivrisiko und verhindert neue Tumoren.
