Microchip beim Hund: Pflicht, Funktion und EU-Reisepass

Ein kleiner Transponder, so groß wie ein Reiskorn, unter der Haut — der Microchip ist die zuverlässigste Möglichkeit, Deinen Hund eindeutig zu identifizieren. Er hilft, verlorene und gestohlene Hunde zurückzuführen, und ist für Reisen innerhalb der EU Pflicht. In Deutschland ist er je nach Bundesland unterschiedlich geregelt — aber faktisch in der Praxis Standard.

Wie funktioniert ein Microchip?

Der passive RFID-Transponder enthält eine 15-stellige ISO-Nummer (ISO 11784/11785). Er sendet kein Signal von selbst — ein Lesegerät beim Tierarzt oder Tierheim aktiviert ihn kurz. Die Nummer wird dann in einer Datenbank (TASSO, Findefix, europäische Register) mit Deinen Kontaktdaten verknüpft.

Einsetzen des Microchips

Der Chip wird mit einer Hohlnadel in der Regel im Nackenbereich (links) eingesetzt — eine routinemäßige Prozedur, die nur Sekunden dauert und kaum Schmerzen verursacht. Empfohlenes Mindestalter: 6-8 Wochen. Danach sofort in einer Datenbank registrieren — ohne Registrierung ist der Chip wertlos.

Rechtliche Pflicht in Deutschland

EU-Heimtierausweis (Heimtierpass)

Der blaue EU-Heimtierausweis ist das offizielle Dokument für Reisen innerhalb der EU. Er enthält Chip-Nummer, Impfungen (inkl. Tollwut mit Fälligkeitsdaten) und Tierarztdaten. Ausgestellt vom Tierarzt — kein Heimtierausweis ohne gültigen Chip.

Trage die Chip-Nummer Deines Hundes in Purzi ein. Wenn er jemals verloren geht, ist diese Nummer das Wichtigste, was Du dem Tierheim mitteilen kannst.