Was ist ein Osteosarkom?

Das Osteosarkom (OSA) ist der häufigste primäre maligne Knochentumor beim Hund — es macht 85 % aller Knochentumoren aus. Es ist ein hochaggressiver Krebs mit hoher Metastasierungsrate, hauptsächlich in die Lunge. Besonders betroffen: große und Riesenrassen, meist in den langen Röhrenknochen der Gliedmaßen.

Risikofaktoren und Rassen

Symptome

Diagnose

Behandlungsoptionen

Amputation + Chemotherapie (Goldstandard)

Amputation der Gliedmaße entfernt den Primärtumor und eliminiert den Schmerzfokus. Postoperative Chemotherapie (Carboplatin oder Cisplatin) verzögert die Metastasierung. Mittlere Überlebenszeit mit Amputation + Chemo: 10–12 Monate. 20–25 % der Hunde überleben länger als 2 Jahre.

Gliedmaßenerhaltende Chirurgie

In ausgewählten Fällen Knochenersatz (Endoprothese oder Transplantat) bei erhaltener Gliedmaße. Höhere Komplexität, mehr Komplikationen, in spezialisierten Zentren ähnliche Ergebnisse wie Amputation.

Palliative Strahlentherapie

Zur Schmerzkontrolle wenn Operation nicht möglich oder abgelehnt wird. Heilt nicht, kann aber Lebensqualität deutlich verbessern.

Supportive Behandlung

Mit Chemo ohne OP: mittlere Überlebenszeit 4–5 Monate. Mit rein palliativer Therapie (NSAIDs): 1–3 Monate.

Lebensqualität nach Amputation

Hunde passen sich an drei Beine bemerkenswert gut an. Die Erholung ist oft schnell — vor allem bei jüngeren Tieren in gutem Allgemeinzustand. Die meisten Besitzer sind überrascht, wie gut ihr Dreipfötiger zurechtkommt.