Was sammeln die Pfoten bei einem normalen Spaziergang?

Die Pfoten sind die direkte Schnittstelle zwischen Deinem Hund und dem Boden. Bei jedem Spaziergang kommen sie mit einer überraschenden Menge an Schadstoffen in Berührung:

Warum die Pfotenreinigung wichtig ist

Risiko für den Hund

Hunde lecken sich ständig die Pfoten. Alles, was beim Spaziergang aufgesammelt wurde, kann so direkt in den Verdauungstrakt gelangen: Herbizidgifte, Streusalz oder Kot von parasitierten Tieren.

Zudem fördert Feuchtigkeit zwischen den Zehen die Vermehrung von Pilzen (interdigitale Mykose) und feuchte Dermatitis, besonders bei Rassen mit viel Fell zwischen den Zehen wie Bichon, Pudel oder Cocker Spaniel.

Zoonotisches Risiko für die Familie

Der Hund bringt Straßendreck ins Haus. Toxocara-canis-Larven sind die bedeutendste Zoonose: Sie können bei Kindern, die mit dem Hund spielen und sich die Hände nicht waschen, eine viszerale Larva migrans oder Toxocarose des Auges verursachen.

Pfoten richtig reinigen

Basisreinigung (städtischer Spaziergang, geringes Risiko)

  1. Feuchte, parfümfreie Hundepflegetücher verwenden und jeden Ballen sowie die Zwischenräume zwischen den Zehen abwischen.
  2. Den Pfotenrücken (Mittelfuß) nicht vergessen — auch dort setzt sich Schmutz ab.
  3. Zwischenräume gut mit einem trockenen Tuch oder dem Föhn auf niedriger Stufe und Abstand trocknen.

Gründliche Reinigung (Feld, Grassamen, Schlamm)

  1. Hund ins Badezimmer bringen oder einen Behälter mit lauwarmem Wasser bereitstellen. Etwas milde Seife zugeben.
  2. Jede Pfote 20–30 Sekunden einweichen oder abspülen und sanft zwischen den Zehen massieren.
  3. Gründlich ausspülen (Seifenrückstände können ebenfalls reizen).
  4. Mit Handtuch und anschließend trockenem Tuch oder Föhn trocknen.
  5. Jeden Zwischenraum bei guter Beleuchtung auf Grassamen, Wunden, Schwellungen, Fremdkörper oder Zecken untersuchen.

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Grassamen: eine stille Gefahr

Grassamen (z. B. Pfeifengras, Foxtails) haben eine pfeilförmige Spitze, die sich nur vorwärts bewegt: Einmal zwischen die Zehen eingedrungen, wandert der Samen ins tiefe Gewebe und kann bis in das Gelenk, den Brustkorb oder sogar das Nervensystem gelangen. Im Frühling und Sommer Pfoten nach jedem Spaziergang durch hohes Gras kontrollieren. Wenn Dein Hund obsessiv an einer Pfote leckt oder Du eine Schwellung zwischen den Zehen siehst, sofort zum Tierarzt.

Wie Purzi Dir helfen kann

Mit Purzi kannst Du Vorfälle an den Pfoten Deines Hundes dokumentieren (Wunden, Reizungen, Fremdkörper) und den Assistenten befragen, wenn Dich etwas beunruhigt. Du kannst auch saisonale Erinnerungen für die Grassamen-Saison einrichten. Ein Pfoten-Protokoll hilft Deinem Tierarzt, wiederkehrende Probleme wie chronische interdigitale Dermatitis frühzeitig zu erkennen.