Können sich Hunde einen Sonnenbrand holen?
Ja. UV-Strahlung wirkt auf Hunde ähnlich wie auf uns. Das Fell schützt, aber bei bestimmten Rassen und Körperstellen reicht dieser Schutz nicht aus. Chronische Sonnenexposition kann zur Entstehung von Plattenepithelkarzinomen beitragen, besonders an rosa oder pigmentarmer Haut.
Besonders gefährdete Rassen und Hunde
- Kurzhaarig oder haarlos: Dalmatiner, Bull Terrier, Whippet, Greyhound, Xoloitzcuintle, Chinese Crested.
- Rosa oder helle Haut: Boxer mit weißem Gesicht, Hunde mit haarlosen Flecken.
- Rasierte Hunde nach OP, Hauterkrankung oder aggressivem Grooming.
- Albinos und Hunde die viele Stunden in der prallen Sonne verbringen.
Körperstellen, die immer geschützt werden sollten
- Nase — hohes Risiko, besonders bei rosa Nase.
- Ohren — Ränder und Innenseite bei aufrechten Ohren.
- Bauch und Leistengegend — wenig Fell, oft helle Haut.
- Rund um die Augen und rasierte oder haarlose Stellen.
Welchen Sonnenschutz verwenden
SICHERE Wirkstoffe für Hunde
- Titandioxid (TiO₂).
- Avobenzon, Homosalat, Octisalat (in tierärztlich formulierten Produkten).
Wirkstoffe VERMEIDEN
- Zinkoxid: giftig wenn der Hund es ableckt. In vielen Humanprodukten enthalten.
- PABA: ebenfalls giftig für Hunde.
- Künstliche Duftstoffe: können empfindliche Haut reizen.
Hundetaugliche Marken: Epi-Pet Sun Protector, My Dog Nose It, Warren London. Im Zweifelsfall beim Tierarzt nachfragen.
So wendest Du den Sonnenschutz an
- 20–30 Minuten vor dem Sonnenaufenthalt auftragen.
- Nase, Ohren und Bauch gut eincremen.
- Einziehen lassen bevor der Hund lecken kann.
- Alle 2 Stunden oder direkt nach dem Baden wiederholen.
- Am Ende des Tages mit klarem Wasser abwaschen.
Weitere Schutzmaßnahmen
- Direkte Sonnenexposition zwischen 12 und 16 Uhr vermeiden.
- Bei Mittagsspaziergängen Schatten aufsuchen.
- Am Strand: Sonnenschirm für den Hund mitbringen.
Wenn Du Veränderungen an der Haut Deines Hundes feststellst — neue Flecken, Krusten oder schlecht heilende Stellen — trage es in Purzi ein und gehe zum Tierarzt.
