Was ist Trennungsangst?

Trennungsangst ist eines der häufigsten Verhaltensprobleme bei Haushunden. Der Hund erlebt intensiven Stress, wenn er allein gelassen wird — manchmal schon beim Anblick der Vorbereitung zum Weggehen. Es ist kein "Trotz" oder "Blödsinn", sondern echter psychischer Leidensdruck.

Symptome

Filme Deinen Hund mit einer Kamera, wenn Du weg bist — das ist der sicherste Weg zur Diagnose.

Behandlungsplan: Systematische Desensibilisierung

  1. Abgangsrituale auflösen: Schlüssel mehrmals nehmen, ohne die Wohnung zu verlassen.
  2. Mit sehr kurzen Abwesenheiten beginnen: 10 Sekunden. Der Hund muss ruhig sein, wenn Du zurückkommst.
  3. Sehr langsam steigern: 30 s → 1 min → 3 min → 10 min → 30 min. Bei Stresssignalen zurückgehen.
  4. Rückkehr ohne Drama: ruhig eintreten, erst begrüßen, wenn der Hund entspannt ist.
  5. Beschäftigung: gefrorener Kong, langanhaltende Kauknochen, entspannende Hundemusik.

Wann professionelle Hilfe holen?

Bei schwerer Trennungsangst (Selbstverletzung, Verweigerung zu fressen, keine Verbesserung nach 4 Wochen) — Tierverhaltensspezialist oder Tierarzt aufsuchen. In manchen Fällen ist medikamentöse Unterstützung (Fluoxetin, Selegilin) nötig, um verhaltenstherapeutisch arbeiten zu können.