Zahnentwicklung beim Hund
Hunde durchlaufen wie Menschen zwei Zahnsätze:
- Milchzähne: 28 Zähne. Beginnen mit 3–4 Wochen zu wachsen. Mit 6 Wochen sind alle Milchzähne vorhanden.
- Bleibende Zähne: 42 Zähne. Ersetzen die Milchzähne zwischen dem 3. und 7. Lebensmonat.
Zeitplan des Zahnwechsels
- 3–4 Monate: Schneidezähne (kleine Frontzähne).
- 4–5 Monate: Eckzähne (Fangzähne).
- 4–6 Monate: Vorbackenzähne (Prämolaren).
- 5–7 Monate: Backenzähne (Molaren — nur im bleibenden Gebiss).
Zeichen des Zahnens
- Verstärktes Kauen und Anknabbern aller erreichbaren Gegenstände.
- Leicht gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch.
- Vermehrter Speichelfluss.
- Gelegentlich leichter Appetitverlust durch Beschwerden.
- Milchzähne auf dem Boden oder im Spielzeug finden.
Wie man mit dem Zahnungsbeißen umgeht
- Geeignete Alternativen anbieten: Kauspielzeug aus mittelhärtem Gummi, gefrorene nasse Seile oder gefüllter, gefrorener Kong. Kälte lindert das Zahnfleisch.
- Umlenken statt bestrafen: wenn der Welpe etwas Unerlaubtes anknabbert, ruhig entfernen und sofort das richtige Spielzeug anbieten. Greift er das Spielzeug → Lob.
- Beißhemmung vermitteln: bei schmerzhaftem Biss ein übertriebenes „Au!" und 30–60 Sekunden Aufmerksamkeitsentzug — der Welpe lernt: zu fester Biss = kein Spiel mehr.
- Wertgegenstände schützen: in der Zahnungsphase ist es sinnvoller, wichtige Dinge wegzuräumen, als zu versuchen, den Welpen zu lehren, was ihm gehört.
Wann zum Tierarzt?
- Persistierende Milchzähne: wenn mit 6–7 Monaten Milchzähne neben bleibenden Zähnen stehen → Extraktion nötig, sonst droht Zahnfehlstellung.
- Starke Blutung oder deutliche Schmerzzeichen → Zahnarztbesuch beim Tierarzt.
- Schiefstand der Zähne → kann Kieferorthopädie erfordern.
