Warum Zähne für Deinen Hund lebenswichtig sind
Parodontitis ist nicht nur ein Hygieneproblem: Mundbakterien können in den Blutkreislauf gelangen und Herz, Nieren und Leber schädigen. Tierärztliche Studien zeigen eine Korrelation zwischen schwerer Parodontitis und Kardiomyopathie sowie chronischer Nierenerkrankung.
Stadien der Parodontitis
- Stadium 0: Saubere Zähne, rosafarbenes Zahnfleisch. Das Ziel!
- Stadium 1 (Gingivitis): Leicht gerötet, entzündet. Reversibel durch Hygiene.
- Stadium 2: Knochenverlust <25 %. Professionelle Reinigung nötig.
- Stadium 3: Knochenverlust 25-50 %. Fortgeschrittene Parodontalbehandlung.
- Stadium 4: Knochenverlust >50 %. Zahnextraktion.
Warnzeichen
- Anhaltender schlechter Atem.
- Rotes, geschwollenes oder blutendes Zahnfleisch.
- Sichtbarer Zahnstein: gelblich-braune Ablagerungen an der Zahnbasis.
- Probleme beim Fressen oder einseitiges Kauen.
- Verhaltensänderungen durch chronische Schmerzen.
Schritt für Schritt Zähneputzen
- Woche 1: Hundezahnpasta zum Lecken anbieten.
- Woche 2: Lippen und Zahnfleisch mit dem Finger berühren, loben.
- Woche 3: Fingerzahnbürste oder weiche Zahnbürste einführen.
- Ab Woche 4: Richtiges Bürsten, 30-60 Sekunden pro Sitzung.
Konzentriere Dich auf die Außenseite der Zähne (Wangenseite) — dort sammelt sich am meisten Zahnstein. Zahnbürste im 45°-Winkel ansetzen.
Alternativen zum Bürsten
- VOHC-zertifizierte Dentalsnacks (Greenies, Pedigree Dentastix).
- Kauspielzeug (Kong, Nylabone) für mechanischen Plaque-Abbau.
- Wasseradditiva (Tropiclean) zur Plaquereduktion.
Professionelle Zahnreinigung
Mineralisierten Zahnstein kann nur ein Ultraschallgerät beim Tierarzt entfernen. Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose, ermöglicht eine vollständige Untersuchung jedes Zahns mit Parodontalsonde, Zahnröntgen und Extraktionen bei Bedarf. Bei gesunden Hunden sicher und effektiv.
