Zwischenzehenzysten (interdigitale Furunkel)
Zwischenzehenzysten sind entzündete Knoten zwischen den Zehen, meist an den Vorderpfoten. Sie sind schmerzhaft — der Hund leckt oder nagt ständig daran.
Ursachen: Bakterieninfektion (oft Staphylokokken), Allergien, Reibung auf rauen Unterlagen, eingewachsenes Haar zwischen den Zehen als Fremdkörper.
Behandlung: Bäder mit 2–3 % Chlorhexidinlösung zweimal täglich, systemische Antibiotika bei Infektion, Behandlung der Grundursache (Allergiekontrolle, Zwischenzehenhaare kürzen). Rezidivierende Fälle → CO2-Laserchirurgie.
Ballenprobleme
- Hyperkeratose: Verdickung und Rissbildung der Ballen — schmerzhaft. Ursachen: genetisch (manche Rassen), systemische Erkrankungen (Pemphigus, Staupe, Leishmaniose). Behandlung: Vaseline, spezielle Pflegecreme; Grunderkrankung behandeln.
- Verbrennungen durch heißen Asphalt: im Sommer kann Asphalt über 60°C erreichen. Anzeichen: Blasen, Lahmheit, gerötete Ballen. Mit Wasser kühlen, mit Kompresse abdecken, sofort zum Tierarzt.
- Schnittwunden: mit Kochsalzlösung spülen, Chlorhexidin auftupfen, bei Blutung verbinden. Tiefe oder anhaltende Wunden → Tierarzt.
- Streusalz (Winter): reizt die Ballen und ist giftig wenn abgeleckt. Nach dem Gassi gehen Pfoten waschen; vor dem Ausgang Schutzwachs oder Hundeschuhe verwenden.
Vorbeugende Pflege
- Nach Spaziergängen in Gestrüpp, Kies oder Erde die Zehenzwischenräume kontrollieren.
- Haare zwischen den Zehen regelmäßig trimmen.
- Ballen mit speziellem Pflegebalsam in trockenen oder kalten Perioden eincremen.
- Krallen regelmäßig kürzen — zu lange Krallen verursachen Fehlbelastung.
