Epilepsie beim Hund: Was passiert, was tun, wie weiter

Ein epileptischer Anfall zu beobachten zählt zu den aufwühlendsten Erfahrungen für Hundebesitzer. Der Hund zuckt unkontrolliert, sabbert, verliert die Kontrolle über Blase und Darm – und Du stehst daneben, völlig hilflos. Die gute Nachricht: Die meisten Anfälle dauern unter 2 Minuten und enden von selbst, ohne bleibende Schäden.

Phasen eines epileptischen Anfalls

  1. Prodromalphase (Stunden bis Tage vorher): Unruhe, Anhänglichkeit, Zittern – viele Hunde „kündigen" Anfälle an
  2. Iktus (der Anfall selbst, 1-3 Minuten): Bewusstlosigkeit, Muskelzuckungen, Paddelbewegungen, Sabber, Urin-/Kotabgang
  3. Postiktal (Minuten bis Stunden danach): Desorientierung, Blindheit, übermäßiger Hunger/Durst, starkes Schlafen

Was Du während eines Anfalls tun solltest

Ursachen von Epilepsie

Rassen mit höherem Risiko: Border Collie, Belgischer Schäferhund, Labrador Retriever, Golden Retriever, Beagle, Dackel

Diagnose und Behandlung

Blutbild, Urin, ggf. MRT und Liquorpunktion. Bei idiopathischer Epilepsie beginnt medikamentöse Behandlung meist ab dem zweiten Anfall oder wenn Anfälle in kurzen Abständen auftreten. Häufig eingesetzt: Phenobarbital, Kaliumbromid, Levetiracetam.

Führe ein Anfallstagebuch in Purzi: Datum, Uhrzeit, Dauer, Vorphase, Ausprägung, Erholungszeit. Viele Tierärzte und Neurologen bitten genau darum – und Purzi macht es mit einem Tipp möglich.