Leishmaniose beim Hund: Was Südeuropa-Reisende wissen müssen

Wer mit seinem Hund nach Spanien, Portugal, Italien, Griechenland oder in den Nahen Osten reist, begegnet einem Risiko, das in Mitteleuropa kaum bekannt ist: Leishmania infantum, ein einzelliger Parasit, der durch den Stich der Sandmücke (Phlebotomus) übertragen wird. Einmal infiziert, bleibt der Erreger lebenslang im Körper — auch wenn die Erkrankung kontrollierbar ist.

Verbreitung

Hauptrisikogebiete: Mittelmeerländer (Spanien, Teile Frankreichs, Portugal, Italien, Balkan), Nordafrika, Naher Osten, Lateinamerika. Durch den Klimawandel dehnt sich das Verbreitungsgebiet der Sandmücke nach Norden aus — erste autochthone Fälle wurden bereits in Teilen Deutschlands und der Schweiz dokumentiert.

Symptome — schleichend und vielfältig

Die Inkubationszeit kann Monate bis Jahre betragen — Symptome zeigen sich oft erst lang nach dem Urlaub.

Diagnose

Serologie (IFAT oder ELISA), PCR aus Blut oder Lymphknoten-/Knochenmarkspunktat. Der serologische Titer korreliert mit dem Krankheitsstadium und dient als Verlaufsparameter.

Behandlung

Schutzmaßnahmen

Halte alle Leishmaniose-Titer und Medikamentengaben in Purzi fest. Die Verlaufskontrolle über Jahre ist entscheidend für das Management dieser chronischen Erkrankung.