Leptospirose beim Hund: Unterschätzte Gefahr aus dem Wasser

Leptospirose wird durch Leptospira-Bakterien verursacht, die im Urin von Wildtieren (Ratten, Füchse, Igel, Rehe) vorkommen und Böden, Gewässer und Pfützen kontaminieren. Hunde infizieren sich vor allem durch Kontakt mit Schlammwasser — und können die Erkrankung auf Menschen übertragen. Eine Zoonose mit ernstem Potenzial.

Übertragungswege

Risikogruppen

Symptome

Diagnose und Behandlung

MAT-Test (Mikroskopische Agglutinationstest) als Goldstandard, PCR aus Blut oder Urin in der Akutphase. Behandlung: Penicillin oder Amoxicillin (akute Phase), dann Doxycyclin zur Elimination der Nierenbesiedelung. Intensivpflege bei Nierenversagen.

Impfung

Leptospirose ist impfbar — jährliche Auffrischung notwendig, da die Immunität kürzer anhält als bei anderen Impfungen. Moderne Vierfach-Impfstoffe (L4) schützen gegen 4 Serovare. Für Hunde mit regelmäßigem Wildtier- oder Gewässerkontakt empfohlen. Aufnahme in das Basis-Impfschema je nach Risikoeinschätzung des Tierarztes.

Notiere den Impfschutz und alle Erkrankungsepisoden in Purzi — gerade bei Hunden, die viel im Freien sind, ist ein vollständiges Bild wichtig.