Was ist das Canine Parvovirus (CPV-2)?
Das Canine Parvovirus Typ 2 ist eines der widerstandsfähigsten und gefährlichsten Krankheitserreger für Hunde. Das Virus kann monatelang oder sogar jahrelang im Boden überleben und verbreitet sich hochansteckend über kontaminierte Fäkalien, Oberflächen, Kleidung und Schuhsohlen. Nicht geimpfte Welpen im Alter von 6 Wochen bis 6 Monaten sind am stärksten gefährdet.
Symptome: Wann solltest Du einen Parvovirus-Verdacht haben?
- Wiederholtes Erbrechen, oft schaumig oder gallig.
- Blutiger Durchfall mit charakteristischem Geruch.
- Extreme Lethargie und Schwäche.
- Fieber (oder Unterkühlung in schweren Fällen) und vollständiger Appetitverlust.
- Schnelle Dehydrierung: Überprüfe, ob die Nackenhaut langsam zurückfällt, wenn Du sie zwickst.
Was tun bei Verdacht auf Parvovirose?
Sofort zum Notfalltierarzt. Ruf vorher an — die Praxis wird Dir einen Isolationseingang zeigen, um andere Patienten nicht anzustecken.
Behandlung
Die intensive Stütztherapie umfasst: Infusionstherapie gegen Dehydrierung, Antiemetika, Antibiotika zur Vorbeugung von Sekundärinfektionen sowie enterale oder parenterale Ernährung. Mit frühzeitiger Behandlung überlebt über 80 % der Hunde.
Vorbeugung: Die Impfung rettet Leben
Der Mehrfachimpfstoff DHPPi/L schützt zuverlässig gegen Parvovirus. Das Standard-Impfschema für Welpen:
- Erste Dosis: 6-8 Lebenswochen.
- Zweite Dosis: 10-12 Wochen.
- Dritte Dosis: 14-16 Wochen.
- Auffrischung nach einem Jahr, danach alle 1-3 Jahre.
Bis Dein Welpe vollständig geimpft ist, meide den Kontakt mit unbekannten Hunden und öffentliche Hochrisikoflächen.
