Was ist das Wobbler-Syndrom?

Das Wobbler-Syndrom – auch zervikale spondylotische Myelopathie, Wobbler-Erkrankung oder zervikale Instabilität genannt – ist ein Komplex struktureller Veränderungen, die das Rückenmark im Halsbereich (Wirbel C3–C7) komprimieren. Der Name leitet sich vom englischen Wort wobble (wackeln, taumeln) ab und beschreibt den charakteristischen Gang betroffener Hunde.

Prädisponierte Rassen

Es gibt ein bimodales Muster:

Symptome

Diagnose

Behandlung

Medizinisch

Strenge Schonung, Entzündungshemmer (Kortison oder NSAR je nach Phase), Analgesie und Bewegungseinschränkung. 50–80 % der medizinisch behandelten Hunde verbessern sich zunächst, aber viele erleiden Rückfälle. Bevorzugt bei milder Erkrankung oder hohem OP-Risiko.

Chirurgisch

Indiziert bei mittelgradiger bis schwerer Erkrankung, trotz Therapie fortschreitend oder bei Rückfall:

70–80 % der operierten Hunde verbessern sich funktionell; die Rate erneuter Kompressionsstellen an benachbarten Wirbeln (sog. „Domino-Effekt") ist beim Dobermann langfristig erheblich.

Prognose und Lebensqualität

Das Wobbler-Syndrom verläuft in den meisten Fällen chronisch und progressiv. Mit geeigneter Therapie führen viele Hunde jahrelang ein akzeptables Leben. Hunde, die vor der Operation die Tiefensensibilität verloren haben, haben eine schlechtere Prognose.